25
Mrz
2007

counting.

augen auf. soviel wärme um mir. körper an körper mit unzähligen leuten. ich spüre, wie sie atmen, wie sie versuchen sich zu bewegen, obwohl wir alle zusammen eingequetscht sind. sie klatschen. sie jubeln, sie singen mit. ich klammere mich an deinem körper fest. lass mich nicht allein. wir singen. sehen uns an. zusammenhalt. liveshow. so wie das leben. liveshow. zwei blicke zurück: gegen den strom. sie kommen einem entgegen. aus weichen. stehen bleiben. sie rauschen an einem vorbei. die gesichter. ich versuche mich an irgendwas, irgendwem festzuhalten. aber sobald ich ein gesicht gesehen hab, so schnell ist es wieder weg. nichts da, dass standhaft ist. bleibt. außer mir. der boden unter den füßen. versuchen zu entfliegen. entfliehen aus diesem chaos. aus diesem alleine sein. nicht weiter denken. 4 blicke vor: auf der couch. singen. lachen. in der küche. so unendlich viel lachen. telefonate. liveübertragungen. schon wieder. live. live. und hundertprozentig echt. verloren in dimensionen des lebens. auf keinen fall sich umdrehen. nach hinten. auf keinen fall mehr nach vorne denken. immer da sein. und plötzlich sind wir im bus. wir zwei nur noch. die zwei zurückgeblieben. die liveshow zerbricht. wird wieder zu einer zukunfst angst. dann sehen wir sie. wieder zu dritt. aber nur für kurz. du gehst. endgültig. weit weg. zurück nach hause. das nächste mal erst in zu langer zeit. so wie bei jedem menschen, der mir am herzen liegt. die letzten zwei fahren zurück. nach hause. bereiten sich auf den alltag vor. zukunfstängste holen wieder ein. alles zieht vorbei. vorbei. vorbei. vorbei...

dazu hörbar.


blog

14
Mrz
2007

schwarze fingernägel.

aufwachen und frösteln. man hatte das fenster in der nacht eben doch zu weit aufgelassen.
dabei ist es tagsüber so warm. illusion. illusion. nachts verschwindet dann alles. was man am tag liebt, oder hasst. es wird alles anders. schlag auf schlag. dabei passiert nichts weiter, als das die meisten menschen nicht mehr da sind. und es ein bisschen ruhiger hier in der stadt wird. wirklich dunkel ist es ja auch nie. und plötzlich fängt man sich an zu fragen, wie wäre es ohne sie. besser? schlechter? oder einfach so verdammt neutral.. und aufeinmal fiel mir auch wieder dein lächeln ein. und ich suchte ängstlich, beinahe panisch, nach dem gedanken-ausschalte-knopf. und wenn man dann schließlich einschläft. mit ein paar ruhigen worten, die man sich selbstverständlich selbst ins ohr flüstert, fühlt sich das bett so unendlich leer an. und am morgen wacht man viel zu früh auf. ohne einen einzigen kaffee, weil der dann doch alle war. und selbst die z igaretten sind nicht mehr da.
aber die luft riecht ja wenigstens gewaschen.

11
Mrz
2007

i like it when the red water comes out.

sie stand. sicher und fest. dann drehte sie den wasserhahn auf, nahm den duschkopf in die hand. und schloss die augen. es tat gut, das warme wasser über ihren körper zu spüren. nachdem der heutige tag so anstrengend gewesen war. langsam öffnete sie wieder die augen. sie rieb sie ein paar mal. und dann blicke sie zu ihren füßen. rot. der badewannenboden war rot. aber wieso? dann realisierte sie es erst. das rote wasser kam aus dem wasserhahn. es war aber kein wasser. es war blut. sie konnte es spüren. riechen. schmecken. sie sprang aus der badewanne. lies voller verwirrung den duschkopf an. schnappte sich ein handtuch und versuchte das blut von ihrem körper abzukriegen. nach ein paar berührungen des handtuches an ihrem körper war auch es knallrot. sie wollte es weglegen. in den wäschekorb. da merkte sie, dass sie nicht alleine im badezimmer war. es stand da. es war ein großer teddybär. so groß wie sie. sie ging näher an die wand ran. ihr war kalt. und sie hatte angst. der teddybär ging auf sie zu. hielt ein messer in der hand. und stoch solange auf ihren magen ein, bis das blut nur so in strömen rausfloss. und selbst teile der eingeweide schon zu sehen waren.
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zensierte freiheit.

es war.

irgendwann war da mal ein licht. ich wollte ihm folgen, wollte hinter her rennen. aber meine beine waren zu schwach. sie waren zu schwach geworden von all dem zigarettenqualm, den schmerzen an meinem körper und auch den seelischen schmerzen. also blieb ich stehn. und sah, wie das licht sich immer weiter entfernte. bis ich schließlich alleine im dunkeln stand..

andere welten.


Ich. Mensch.
rauchschwaden.
shit.
unverständlich.
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