14
Mrz
2007

schwarze fingernägel.

aufwachen und frösteln. man hatte das fenster in der nacht eben doch zu weit aufgelassen.
dabei ist es tagsüber so warm. illusion. illusion. nachts verschwindet dann alles. was man am tag liebt, oder hasst. es wird alles anders. schlag auf schlag. dabei passiert nichts weiter, als das die meisten menschen nicht mehr da sind. und es ein bisschen ruhiger hier in der stadt wird. wirklich dunkel ist es ja auch nie. und plötzlich fängt man sich an zu fragen, wie wäre es ohne sie. besser? schlechter? oder einfach so verdammt neutral.. und aufeinmal fiel mir auch wieder dein lächeln ein. und ich suchte ängstlich, beinahe panisch, nach dem gedanken-ausschalte-knopf. und wenn man dann schließlich einschläft. mit ein paar ruhigen worten, die man sich selbstverständlich selbst ins ohr flüstert, fühlt sich das bett so unendlich leer an. und am morgen wacht man viel zu früh auf. ohne einen einzigen kaffee, weil der dann doch alle war. und selbst die z igaretten sind nicht mehr da.
aber die luft riecht ja wenigstens gewaschen.

11
Mrz
2007

i like it when the red water comes out.

sie stand. sicher und fest. dann drehte sie den wasserhahn auf, nahm den duschkopf in die hand. und schloss die augen. es tat gut, das warme wasser über ihren körper zu spüren. nachdem der heutige tag so anstrengend gewesen war. langsam öffnete sie wieder die augen. sie rieb sie ein paar mal. und dann blicke sie zu ihren füßen. rot. der badewannenboden war rot. aber wieso? dann realisierte sie es erst. das rote wasser kam aus dem wasserhahn. es war aber kein wasser. es war blut. sie konnte es spüren. riechen. schmecken. sie sprang aus der badewanne. lies voller verwirrung den duschkopf an. schnappte sich ein handtuch und versuchte das blut von ihrem körper abzukriegen. nach ein paar berührungen des handtuches an ihrem körper war auch es knallrot. sie wollte es weglegen. in den wäschekorb. da merkte sie, dass sie nicht alleine im badezimmer war. es stand da. es war ein großer teddybär. so groß wie sie. sie ging näher an die wand ran. ihr war kalt. und sie hatte angst. der teddybär ging auf sie zu. hielt ein messer in der hand. und stoch solange auf ihren magen ein, bis das blut nur so in strömen rausfloss. und selbst teile der eingeweide schon zu sehen waren.

10
Mrz
2007

ich bin nur eine schlechte idee.

ich bin heute mal wieder in den wald gegangen. was heißt wald. das letzte stück waldpark, dass es hier in dieser großstadt noch gibt. die luft draußen war heute gut. ehrlich.
im wald sind nun wirklich fast alle bäume weg. ich sollte es mir abgewöhnen.. wald zu sagen. es ist ein friedhof. nicht mehr & nicht weniger. es ist einfach ein friedhof geworden. in der mitte dieses friedhofes. ist ein kleiner teich. früher als ich ein paar jahre jünger war, haben wir immer versucht auf die andere seite dieses teiches zu kommen. es war immer sehr schwer und anstrengend, weil überall bäume und äste und sträucher waren. und jetzt. kann ich mit erhobenen kopf einfach durch diese ganze friedhofsscheiße durchlaufen und von der anderen seite mir alles ansehen. selbst sein grab ist überdeckt von toten bäumen. das ist wohl das schmerzhafteste. als ich den weg zurück gehen wollte, stand da plötzlich ein reh. ganz allein. es war verwirrt und wusste wahrscheinlich nicht, wo es hinlaufen sollte. es drehte sich ein paar mal im kreis. und schließlich lief es richtung straße. dann war es verschwunden. diese stadt hat einen knall. kommt leute. töten wir noch die letzten paar bäume. damit sich keiner mehr irgendwohin zurückziehen kann & sie bloß am elendigen autoqualm ersticken. wir haben ja unsere landhäuser hier und dort und da.
logo

zensierte freiheit.

es war.

irgendwann war da mal ein licht. ich wollte ihm folgen, wollte hinter her rennen. aber meine beine waren zu schwach. sie waren zu schwach geworden von all dem zigarettenqualm, den schmerzen an meinem körper und auch den seelischen schmerzen. also blieb ich stehn. und sah, wie das licht sich immer weiter entfernte. bis ich schließlich alleine im dunkeln stand..

andere welten.


Ich. Mensch.
rauchschwaden.
shit.
unverständlich.
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren