shit.

2
Mrz
2007

nuttendreher.

ich stehe langsam auf. zieh mir schnell was über. binde den hund an die leine und geh diesen treppenhaus hinunter. es sieht alt aus. und doch neu. ich kann es nicht beschreiben. an manchen tagen würde ich am liebsten das ganze treppenhaus mit parolen vollmalen. so wie es in anderen treppenhäusern ist. aber dann denke ich mir wieder, es kann doch so bleiben. nun bin ich auf der straße. die lichter, die autos. alles umfängt mich. ich fange an zu laufen. bis zum wald. sie haben die bäume gefällt. jetzt liegen sie tot auf dem boden. man kann weit sehen. es läuft mir kalt den rücken runter. der hund pisst an ein paar bäume, die so verlassen auf dem boden liegen. ich gehe an dem bach entlang. an einigen stellen liegen die toten baumstümpfe über ihn. man könnte drüber balancieren. dann komme ich an eine merkwürdige stelle. wieder ist da ein baumstupf. da, wo er abgeschnitten wurde, ist er fast ganz rot. es sieht aus, als würde er bluten. und das wasser unter ihm ist neongelb. ich verweile dort ein bisschen. überlege mir, wieso es so ist. komme zu keiner antwort und der hund zieht mich weiter. ich stolpere. aber und zu über äste. ab und zu über ganze stümpfe. irgendwann mache ich mich auf den rückweg. ich gehe über einen großen platz zurück. links und rechts sind überall garagen. ich versuche genau in der mitte zu gehen. und summe ein bisschen meine lieder. plötzlich reißt der hund sich los. fängt an zu rennen. ich komm nicht hinter her. dann flackern lichter hinter mir auf. scheinwerfer. und das letzte, was ich spüre, sind diese großen reifen, die über meinen körper fahren und meine knochen zerschmettern. dann ist es dunkel.
nutte-
ps.: seit ein paar tagen bin ich mal wieder ein jahr älter . & alles ist noch genau wie immer. abgesehen von der tatsache, dass ich jetzt ein bisschen geld habe.

26
Feb
2007

sound der gewalt.

ich war gerade mal wieder kurz davor tatsächlich einen eintrag über mein leben zu schreiben. dann wollte ich ihn bloggen. ich habe ihn noch einmal durchgelesen. und mir viel auf, wie jämmerlich er doch war.

another day goes by.

weißt du was? die krähe da drüben würde dich liebend gerne in den hals beißen. hätte sie zähne. sie würde es mit großem verlangen tun. und ganz langsam dein blut trinken. aber dann wäre sie ein vampir. und nicht mehr die krähe, die sie einst war. und sie möchte sich nicht verstellen. deswegen träumt sie nur. träumt sie nur vom anders sein.

21
Feb
2007

das leben.

lieber andy, du weißt genau, dass ich es hasse, briefe so anzufangen. es fällt mir nur kein besserer weg ein. ich sehe keinen sinn mehr in diesem leben. die drogenszene von damals hat mich wieder eingeholt. ich bin ein schlechter mensch. ich bin es wahrscheinlich seit dem tag gewesen, an dem ich in die schule kam. an dem tag, an dem ich mich von allem getrennt habe. nur mit dem erwachsenen zusammen war. genie's müssen alleine sein. so war es doch schon immer, so wird es immer sein. das habe ich mal gelesen, irgendwo. so ging es mir auch. das weißt du. ich war einsam. es gibt aber auch genie's, die freunde haben. was ist mit herbert? er hat dich. dich und charly. er kann sich glücklich schätzen. du hast nichts falsch gemacht. rede dir niemals ein, dass du schuld bist. man sollte niemals irgendwem die schuld geben. ich bin selber schuld. ich hätte stärker sein müssen. hätte ali wiederstehen sollen. oder einfach den drogen. du hast mir geholfen. ein bisschen... obwohl ich so ein idiot, so ein schlechter mensch bin, hast du mir halt gegeben. auch wenn es schwer war. es war nichtmal viel halt. nichtmal ein b isschen. aber es war schön zu wissen, da wäre halt. ich vermisse dich. so weit es geht. mein ganzes leben dreht sich nur um die drogen. um nichts anderes. ich ertrage die ganze scheiße nicht mehr. deswegen muss ich das leben beenden. ich weiß genau, dass du stark genug bist. du hast deine freunde. und vergiss niemals, wie wichtig sie sind. sie sind das beste, was dir passieren konnte. mache dein leben nie zu dem, wie meins war. ich würde mich freuen, wenn du ab und zu an mich denkst. nicht zu oft. nur manchmal.. wenn du gerade im schwimmbad hinter ein paar bäumen im schatten liegst. ein flüchtiger gedanke.. an die guten zeiten. nicht an die schlechten. du wirst ein tolles leben führen. ich bin mir sicher. ende niemals so wie ich, dass musst du mir versprechen. wenn auch nur in deinen gedanken. wenn du mal probleme im leben hast.. stell dich ihnen, sei nicht so wie ich und lauf durch drogen vor ihnen weg. das bringt nichts. du wirst das schaffen. ich nicht. nie mehr. deswegen werde ich mir das zweite mal versuchen einen goldenen schuss zu geben. ich hoffe sehr, dass es diesmal klappen wird. wenn nicht, wirst du diesen brief auch nie erhalten. ich weiß nicht, was der tod bringen wird. was sein wird. aber ich werde dich dann nicht vergessen. hoffe ich. sei zu jedem menschen so, wie du zu mir warst. dann kann das leben nur gut verlaufen. in liebe.. deine inga.



ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, mir einen abschiedsbrief zum buch "die einbahnstraße" von klaus kordon auszudenken. schon zum nachdenken, das buch.

17
Feb
2007

plan.los

er saß am rand des abgrundes. vor ihm die lichter dieser großen stadt. unter ihm die absolute tiefe. er atmete ruhig. ließ die beine baumeln und dachte nach. seine gedanken schienen sich zu überschlagen. wie so oft. er versuchte sie zu zählen und alle zu verstehen. aber es war einfach zu viel. sein gehirn hatte noch nie mit ihm gearbeitet. es hatte viel zu oft zu viele ansichten. und es schien immer, als würden seine linke und seine rechte hirnhälfte sich über dinge streiten. er schnappte immer nur einzelne sachen auf. er hatte kopfschmerzen. versuchte endlich die gedanken loszuwerden. flehte sich selber an, dass all diese qäulenden gedanken aufhören sollen. doch sie taten es nicht. wozu auch? er kramte in seiner tasche rum. dabei beugte er sich ein stück nach vorne und hatte schon das gefühl, als ob er fallen würde. ihn packte die angst. er rückte ein stück weiter nach hinten und entspannte wieder. er zog aus seiner tasche seifenblasen und zigaretten. er legte beides neben sich und nahm ein feuerzeug in die hand. er spielte damit. lies es immer wieder angehen und pustete es aus. so ging es einige minuten. dann hatte er sich an der flamme satt gesehen und zündete eine zigarette an. er zog dran. sie tat gut. sie schmeckte gut. er hatte nie geraucht, weil er davon abhängig war. sondern immer nur, weil er den geschmack davon so sehr liebte. er sah den rauch vor seinem gesicht. wie er sich schnell verflüchtigte. er öffnete die seifenblasen und pustete hinein. sofort flogen ein paar blasen über der stadt. er sah ihnen zu. wie sie ihren weg fanden und schließlich unter der last des lebens zerplatzten. er liebte das aussehen von seifenblasen mit rauch drin. der rauch, der sonst so frei war, so schnell kam und ging, war in ihnen eingeschlossen. und die seifenblasen, die sonst so leicht ihren weg entlang flogen.. wurden schwer. beinahe träge und sanken schnell in die tiefe. als kind hatte er oft seine mutter gebeten, seifenblasen zu machen, während sie rauch. damals fand er es auch schon faszinierend. und jetzt, konnte er es selber tun. hier, über dieser großen stadt. er schloss die augen und legte sich zurück. dann atmete er weiter und schlief irgendwann zwischen dieser und einer anderen welt ein.

12
Feb
2007

...

IHR VERDAMMTEN WICHSER ES IST KRIEEEEEEEEEEG!

8
Feb
2007

abgelichtet.

guten tag. hier spricht das leben. das gewissen, die zeit. möchtest du mir etwas erzählen? mir vielleicht etwas beichten. ich habe zeit. ich ruhe nun schon seit jahrhunderten. die menschen haben angefangen, sich ihr gewissen auszureden... sagten immer: "nein.. ich habe das richtige getan, du lügst." aber sie kamen nie zu mir und haben gebeichtet. schon lange nicht mehr. sie beichten gott, ihren freunden, ihrer familie, irgendwem. aber nicht mehr mir. warum sollte sie auch? sie meinen ja, ich würde alles von alleine mitkriegen. falsch. völlig falsch. ich habe auch meine rechte, schließlich bin ich auch da. ich existiere. HALLO? warum sieht mich denn keiner. ich bin doch in euch... ich schlummere in euch. was glaubt ihr, warum ihr euch manchmal so schlecht fühlt? ich verpasse euch hiebe, damit ihr mir endlich die wahrheit sagt. sprecht mit mir. ich bin immer da. ihr könnt mir vertrauen. einige menschen sterben lieber, als sich mir anzuvertrauen. sie bringen sich selbst um, weil sie mir angeblich nicht mehr stand halten können. aber das liegt nur daran, dass sie sich selbst zu lange belogen haben. sie sollten sich und mir die wahrheit eingestehen. dann ist alles einfacher. aber stattdessen? stattdessen vereinsamen sie in irgendeiner ecke und wollen sich nicht öffnen. niemanden gegenüber. keinem menschen, keinem tier... einfach niemanden. dabei hätten sie doch mich. ich bin immer da, ich bin nie weg. ich würde auch immer helfen. ich kann die zeit langsamer laufen lassen oder schneller. ich kann dem gewissen sagen, es soll dir eine lektion erteilen oder dich zufrieden stellen. ich kann dein leben schön und schlecht gestalten. aber man vertraut sich mir nicht mehr an. die zeiten sind zu schlecht geworden. wie wäre es denn, wenn du mir einfach mal einen brief schreibst? einen ganz harmlosen. du schreibst einfach was dich bedrück. in worte. und es müssen die richtigen sein. denk nach, bis du sie gefunden hast.. worte sind nicht immer einfach zu schreiben und noch schwerer zu sagen. oder denk sie einfach nur, wenn das einfacher ist. aber beachte mich endlich wieder. sonst wird alles nur schlimmer. ich kann dir dein leben zerrstörren. nein, du zerrstörst es dir selber. hör auf mich. idiot. du könntest es schaffen. ihr alle. ihr menschen.

aber das leben scheint euch egal zu sein
die zeit auch
genau wie euer gewissen
ihr habt euer eigenes leben,
dass in eurem kopf
die zeit dreht sich um euch herum
das gewissen beachtet ihr einfach nicht mehr

ihr solltet mal wieder hinhören.
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zensierte freiheit.

es war.

irgendwann war da mal ein licht. ich wollte ihm folgen, wollte hinter her rennen. aber meine beine waren zu schwach. sie waren zu schwach geworden von all dem zigarettenqualm, den schmerzen an meinem körper und auch den seelischen schmerzen. also blieb ich stehn. und sah, wie das licht sich immer weiter entfernte. bis ich schließlich alleine im dunkeln stand..

andere welten.


Ich. Mensch.
rauchschwaden.
shit.
unverständlich.
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