21
Feb
2007

das leben.

lieber andy, du weißt genau, dass ich es hasse, briefe so anzufangen. es fällt mir nur kein besserer weg ein. ich sehe keinen sinn mehr in diesem leben. die drogenszene von damals hat mich wieder eingeholt. ich bin ein schlechter mensch. ich bin es wahrscheinlich seit dem tag gewesen, an dem ich in die schule kam. an dem tag, an dem ich mich von allem getrennt habe. nur mit dem erwachsenen zusammen war. genie's müssen alleine sein. so war es doch schon immer, so wird es immer sein. das habe ich mal gelesen, irgendwo. so ging es mir auch. das weißt du. ich war einsam. es gibt aber auch genie's, die freunde haben. was ist mit herbert? er hat dich. dich und charly. er kann sich glücklich schätzen. du hast nichts falsch gemacht. rede dir niemals ein, dass du schuld bist. man sollte niemals irgendwem die schuld geben. ich bin selber schuld. ich hätte stärker sein müssen. hätte ali wiederstehen sollen. oder einfach den drogen. du hast mir geholfen. ein bisschen... obwohl ich so ein idiot, so ein schlechter mensch bin, hast du mir halt gegeben. auch wenn es schwer war. es war nichtmal viel halt. nichtmal ein b isschen. aber es war schön zu wissen, da wäre halt. ich vermisse dich. so weit es geht. mein ganzes leben dreht sich nur um die drogen. um nichts anderes. ich ertrage die ganze scheiße nicht mehr. deswegen muss ich das leben beenden. ich weiß genau, dass du stark genug bist. du hast deine freunde. und vergiss niemals, wie wichtig sie sind. sie sind das beste, was dir passieren konnte. mache dein leben nie zu dem, wie meins war. ich würde mich freuen, wenn du ab und zu an mich denkst. nicht zu oft. nur manchmal.. wenn du gerade im schwimmbad hinter ein paar bäumen im schatten liegst. ein flüchtiger gedanke.. an die guten zeiten. nicht an die schlechten. du wirst ein tolles leben führen. ich bin mir sicher. ende niemals so wie ich, dass musst du mir versprechen. wenn auch nur in deinen gedanken. wenn du mal probleme im leben hast.. stell dich ihnen, sei nicht so wie ich und lauf durch drogen vor ihnen weg. das bringt nichts. du wirst das schaffen. ich nicht. nie mehr. deswegen werde ich mir das zweite mal versuchen einen goldenen schuss zu geben. ich hoffe sehr, dass es diesmal klappen wird. wenn nicht, wirst du diesen brief auch nie erhalten. ich weiß nicht, was der tod bringen wird. was sein wird. aber ich werde dich dann nicht vergessen. hoffe ich. sei zu jedem menschen so, wie du zu mir warst. dann kann das leben nur gut verlaufen. in liebe.. deine inga.



ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, mir einen abschiedsbrief zum buch "die einbahnstraße" von klaus kordon auszudenken. schon zum nachdenken, das buch.
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zensierte freiheit.

es war.

irgendwann war da mal ein licht. ich wollte ihm folgen, wollte hinter her rennen. aber meine beine waren zu schwach. sie waren zu schwach geworden von all dem zigarettenqualm, den schmerzen an meinem körper und auch den seelischen schmerzen. also blieb ich stehn. und sah, wie das licht sich immer weiter entfernte. bis ich schließlich alleine im dunkeln stand..

andere welten.


Ich. Mensch.
rauchschwaden.
shit.
unverständlich.
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